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des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg!

2022 Geschichte Ausstellung
Bild 1: Ausstellung im Haus der Kirche

Die beiden Geschichtskurse des 13. Jahrgangs besichtigten am 24. Januar die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern – meine polnischen Eltern“ im Haus der Lutherkirche. Die Ausstellung wurde durch die Vereinigung „Kinder des Holocaust in Polen“ mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der pax christi Nordharz Gruppe ermöglicht und thematisiert das Schicksal jüdischer Kinder im Zweiten Weltkrieg. Diese mussten während der deutschen Besatzung Polens vor den Nationalsozialisten fliehen, wurden von fremden polnischen Eltern adoptiert und konnten so unentdeckt durch Verleumdung ihrer wahren Identität den Weltkrieg überleben. Unsere Schülerinnen und Schüler wurden dankenswerterweise von Herrn Markus Weber durch die Ausstellung geführt und konnten auf Plakaten das Schicksal der Holocaust-Überlebenden nachvollziehen (siehe Bild 1).

Zur selben Zeit ging ein Teil des Kurses mit Herrn Friedrich durch Bad Harzburg, um lokalgeschichtliche Spuren des Nationalsozialismus zu entdecken. Dabei wurden neben dem ehemaligen Ernst-August Hotel auch das Schalom-Denkmal im Badepark und die Rudolf-Huch-Straße als Orte für Geschichts- und Erinnerungskultur besichtigt und beurteilt.

Bereits eine Woche zuvor hat sich der eA-Kurs in einem vom Pilecki-Institut Berlin angebotenen online-Workshop mit dem Verlauf und der deutschen Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Polen im Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt. Anhand verschiedener Quellen konnten die Schülerinnen und Schüler so die Ziele und Motive der Deutschen analysieren und vorstellen (siehe Bild 2).

2022 Geschichte Ziele Motive
Bild 2: Ergebnis einer Gruppenarbeit

Den Abschluss der beiden ereignisreichen Wochen bildete die Teilnahme einiger Schülerinnen und Schüler an der Gedenkveranstaltung „Vergiss nie zu lügen“ anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar. Die Veranstaltung fand in der Lutherkirche statt und thematisierte mit Texten, Bildern und Musik das Leben eines adoptierten jüdischen Mädchens in Polen.

Insgesamt konnten die beiden Geschichtskurse somit außerschulische Erfahrungen zu den abiturrelevanten Themen „Das deutsch-polnische Verhältnis“ und „Gedenk- und Nationalfeiertage“ sammeln.

Lukas Friedrich (Fachgruppenleitung Geschichte)