Am Samstag, 7. Februar 2026, nahm die Lego-Robotik-AG am Regionalwettbewerb der FIRST LEGO League Challenge in der BBS II Göttingen teil. Das Team der „Harzer Lego Rockets“ ist damit bereits zum dritten Mal dabei gewesen. Der Wettbewerb stand unter dem Jahresmotto „Unearthed“ und rückte das Thema Archäologie und die Erforschung der Vergangenheit in den Mittelpunkt. In der Challenge traten Teams verschiedener Schulen mit selbstgebauten und selbst programmierten LEGO-Robotern an, die innerhalb von 2 Minuten und 30 Sekunden Aufgaben auf einem Spielfeld mit verschiedenen „Hindernissen“ bearbeiteten. Neben den Punkterunden wurden auch die Zusammenarbeit im Team, das Roboterdesign und die Präsentation des Entwicklungsprozesses bewertet. Mit „Design“ ist dabei nicht nur das Aussehen, sondern auch und vor allem der Entwicklungsprozess gemeint. Die Unterstützung der Firma Novelis ermöglichte uns das Spielfeld (zusammen mit den darauf befindlichen Lego-Modellen), die Fahrt mit dem Bus zum Wettbewerb, Team-Shirts und ein Mittagessen in Göttingen.
Am Samstagmorgen trafen sich die zwölf teilnehmenden Schüler*innen um 6:30 Uhr an der Schule. Die Anreise nach Göttingen erfolgte mit einem von Novelis bereitgestellten Bus und dauerte etwa eine Stunde. Nach der Ankunft richtete sich die Gruppe an ihrem „Zuhause für den Tag“ ein - einem zentral gelegenen Tisch mit dem davorliegenden Fußbodenbereich, in unmittelbarer Nähe zu den Wettbewerbstischen.
Zunächst stand für alle Teams ein Testspiel im Plan. Die Testrunde bot die Gelegenheit, die eigenen Überlegungen erstmals unter Wettbewerbsbedingungen mit Publikum und externer Jury zu erproben, was für einiges an Aufregung sorgte. In dieser Testrunde erreichten unsere Schülerinnen und Schüler ihre höchste Punktzahl des Tages.
Seit Beginn des Schuljahres arbeitete die Robotik-AG des WvS am Wettbewerb. An dieser Arbeitsgemeinschaft nehmen nicht nur die Wettbewerbsteilnehmenden, sondern auch rund 30 weitere Lego- und Robotik-Interessierte.
Zunächst wurden die Wettbewerbsmodelle aufgebaut, anschließend erarbeiteten die Mitglieder individuelle Lösungsansätze für die Missionsaufgaben. Aus mehreren Robotervarianten entstand schließlich ein gemeinsames Wettbewerbsmodell. In den Projekttagen vor dem Wettbewerb wurde der Roboter weiterentwickelt und programmiert, um möglichst viele Aufgaben zuverlässig zu lösen. Das Plakat mit dem Spielfeld war auf dem Spieltisch auf einem Flur im Schulgebäude aufgebaut. Dies sorgte während der Projekttage immer wieder für interessierte Zuschauer - und spontane Mitdenker (sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte).
Das diesjährige Oberthema „Unearthed“ führte das Spielfeld in ein archäologisches Umfeld: Der Roboter bewegte sich beispielsweise durch ein Ausgrabungsgebiet, passierte eine alte Schmiede, baute einen Marktstand wieder auf und entsandte eine Archäologin zu einer Erkundung durch einen Höhleneingang. Jede erfolgreich absolvierte Mission brachte Punkte für die Gesamtwertung.
In die Zwischenrunde (Viertelfinale) zog unser Team in diesem Jahr nicht ein, da ausschließlich die Wertungsrunden - nicht die anfängliche Testrunde - für die Qualifikation zählten. Unabhängig davon sammelte das Team wichtige Wettbewerbserfahrungen und alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde.
Besonders erfreulich: Unser Team wurde für das Roboterdesign nominiert. Zudem erhielt unsere Schule den diesjährigen Pokal für das Coaching. Für diese Auszeichnung hatten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld einen Vorschlag mit Begründungen eingereicht, warum der Preis in diesem Jahr an uns gehen sollte.
Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb: Die Erfahrungen aus den Wertungs- und Testrunden fließen in die weitere Arbeit des Teams ein. Ziel ist es, im nächsten Schuljahr, mit einem neuen Thema, neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen wieder individuell Lösungen zu finden - und vielleicht neue technische Aspekte umzusetzen.
Interessierte Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, in der AG mitzuarbeiten und sich für einen der Plätze für die Teilnahme in der nächste Saison zu bewerben.