Vom 28. September bis zum 3. Oktober war unsere Gruppe aus sechs Mädchen und den beiden Steuernagels in Prag, um uns gemeinsam mit dem Gymnasium Ceskolipská intensiv mit dem Thema Overtourism auseinanderzusetzen.
Sonntag früh traf sich unsere Gruppe zur gemeinsamen Abreise. Nach einer langen Anreise wurden wir bereits von unseren Austauschschüler/innen erwartet. Nach einer herzlichen Begrüßung erhielten wir die Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel. Am Abend zeigten uns unsere Austauschpartner die Stadt schon kurz bei Nacht.
Am Montag wurde uns zuerst die Schule gezeigt. Danach gingen wir als ganze Gruppe in die Stadt und durften am eigenen Leib erfahren, wie mühselig es ist, sich dort von A nach B zu bewegen. Dabei sollten wir Einheimische oder Touristen zum Thema Overtourism befragen und ihre Wahrnehmungen dazu sammeln.
Der Dienstag war dem öffentlichen Verkehrsmittel gewidmet. 150 Jahre der Prager Verkehrsgeschichte waren im Museum MHD zu bestaunen. Das erlernte Wissen durften wir gleich anwenden, denn wir sollten selbst erleben, wie es ist, in überfüllten Bahnen von A nach B zukommen und wie sich das für die Bewohner anfühlen muss. Wir nahmen verschiedenste Verkehrsmittel wie Tram, Metro und sogar ein Boot, um den Fluss zu überqueren.
Am Mittwoch begannen wir in gemischten Gruppen, Videos zu drehen, in denen wir unbekannte oder wenig besuchte Spots vorstellen. Mit der Hoffnung, dass. indem Touristen auch solche Orte besuchen. die Innenstadt etwas entlastet wird und der Alltag für die Bewohner*innen leichter wird.
Der Donnerstag begann mit einem letzten Spaziergang durch die Innenstadt, bei dem uns neue Ecken gezeigt wurden. Nach einer kurzen Erfrischung im Grand Café Orient ging es weiter zu ein Spaziergang durch den Park. Doch das Highlight des Tages kam erst am Abend: Zuerst durften wir auf den Petřín-Aussichtsturm steigen, der eine atemberaubende Aussicht über Prag bot. Danach machte uns eine Expertin auf das Thema der Lichtverschmutzung aufmerksam. Während sie uns über die Auswirkungen und Projekten berichtete, gingen wir zu verschiedenen Stellen im Park, die uns die Auswirkung des Phänomens verdeutlichen sollten.
Und schon war die Woche vorbei. Zum Abschied schauten wir uns die erstellten Videos an und bemalten Taschen. Damit war unser Besuch in Praha beendet. Nach einem tränenreichen Abschied begann unser Weg zurück nach Hause.
- D.H.D
