2026 Italien Meer vom Land aus aufgenommen, in der Entfernung sieht man ein großes helles Gebäude. Vielleicht wurde das Foto in Civitavecchia aufgenommen.Rom sehen und erleben - und natürlich auch am Erasmus+-Projekt arbeiten. Vom 18. April - 24. April 2026 waren 11 Schüler*innen der Jahrgänge 9 und 10 sowie zwei Begleitlehrkräfte in Italien. Genauer gesagt: In Civitavecchia, weniger als eine Stunde Bahnfahrt von Rom entfernt. Dies war der Gegenbesuch, nachdem die italienischen Schüler*innen uns bereits zu Beginn des Schuljahres (Sonntag, 28. September 2025 - Samstag, 04. Oktober 2025) besucht hatten. Der folgende Bericht ist ein "Gemeinschaftswerk" aller Teilnehmenden.

Bahnhof Hamburg Flughafen. Blaues Schild an der Decke. Roter Zug unten, die Türen sind geöffnet.Hinreise

Unsere Reise begann früh am Morgen am Bahnhof. Um 7:36 Uhr nahmen wir unseren ersten Zug aus Bad Harzburg, und um 9:33 Uhr ging es weiter Richtung Hannover. Leider hatte dieser Zug Verspätung, sodass wir unseren geplanten ICE um 10:08 Uhr nach Hamburg verpasst haben. Stattdessen mussten wir den nächsten Zug um 10:36 Uhr nehmen. Das war zwar ärgerlich, aber wir haben die Situation gut genutzt. Während der Fahrt haben wir Karten gespielt, Musik gehört und sogar gemeinsam einen Film geschaut. So wurde die Zeit trotzdem ziemlich unterhaltsam.

In Hamburg angekommen, hatten wir noch etwas Zeit, bevor unser Flug um 15:40 Uhr nach Italien ging. Am Flughafen haben wir eingecheckt und alles Organisatorische erledigt. Danach konnten wir uns entspannen, bis wir schließlich von den Austauschschülern abgeholt wurden. 

Am Montag, dem 20.04., begann unser gemeinsames Programm in Civitavecchia, bei dem sowohl das Kennenlernen der gastgebenden Schule als auch erste kulturelle Erkundungen in der Stadt im Mittelpunkt standen.

Wir haben uns um 8:30 Uhr alle zusammen vor der Schule Instituto di Istruzione Superiore Statale Guglielmo Marconi getroffen, wo wir herzlich von den italienischen Lehrkräften begrüßt wurden. Anschließend haben wir von unseren Austauschpartnern eine umfangreiche Schulführung bekommen, bei der sie uns das Schulgelände gezeigt haben und wir auch in die unterschiedlichen Klassenräume und den Unterricht gehen durften. Dadurch konnten wir wertvolle Einblicke in das dortige Schulleben und den Alltag gewinnen.

2026 Civitavecchia 3D Druck Ergebnis zwei namen übereinander. Zum Fixieren haften sie auf einem Kreis. Oberhalb der Namen etwas was vielleicht ein Bärenkopf oder ein Hundekopf sein könnte (bestehend aus 6 Kreisen). Vier verschiedene Farben wurden verwendet. Danach sind wir zu einem der Werkräume der Schule gegangen, welcher mit einem 3D-Drucker, Computern und vielen anderen technischen Geräten und Maschinen ausgestattet ist. Dort haben wir uns zu zweit mit unseren Austauschpartnern an einen Computer gesetzt und mithilfe eines Computerprogramms ein gemeinsames Abzeichen designt, dessen Symbol, Form und Schriftart wir uns aussuchen konnten. Auf dem Abzeichen standen unser eigener Name und der unseres Austauschpartners, und es wurde dann von einer Lehrkraft mit dem 3D-Drucker gedruckt und uns dann am Mittwoch gegeben. Bei dieser Aktivität konnten wir lernen, als Team zu arbeiten und gemeinsam etwas zu kreieren, indem wir auf Englisch geredet haben, Vorschläge bezüglich des Designs machten und dann zu einer Einigung kamen. Außerdem konnten wir so Erfahrungen im Arbeiten mit einem 3D-Drucker sammeln.

2026 Civitavecchia Abendstimmung. Vielleicht ein Kiesstrand. Links daneben Wasser (Meer). Rechts daneben kleine Palmen (sieht irgendwie aus wie ein Busch). In der Entfernung stehen mehrere hohe Palmen, fast wie in einer Allee. Dahinter ein Riesenrad. Auf dem Meer in der Entfernung ein großes Schiff. Die Sonne geht unter, der Himmel ist gräulich/gelblich.Gegen 11:30 Uhr bekamen wir dann eine Stunde Freizeit, um uns umzuschauen und die Schule allein zu entdecken. Um circa 12:30 Uhr haben wir dann alle zusammen Mittag gegessen, was unser Gruppengefühl gestärkt hat. Anschließend machten wir eine Tour durch Civitavecchia, bei der wir die Küste, die Innenstadt und eine Kirche besuchten. Das hat uns neue Einblicke in die Geschichte der Stadt ermöglicht und wir konnten Italien näher kennenlernen, was unseren Horizont erweitert hat.

Die Tour und das offizielle Programm endeten ungefähr um 16:00 Uhr, weshalb wir danach eigenständig etwas mit unseren Austauschpartnern gemacht haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Tag durch die Kombination aus technischer Projektarbeit und kulturellen Besichtigungen ein sehr lehrreicher und spannender Wochenanfang war, der unseren Horizont nachhaltig erweitert hat.

Rom
2026 Civitavecchia Blick von der Dachterrasse über Rom. Blauer Himmel, unbestimmte alte und neue GebäudeAm Morgen haben wir uns um 7:45 Uhr am Bahnhof in Civitavecchia getroffen. Dann sind wir mit dem Zug nach Rom gefahren, wo wir gegen 9 Uhr angekommen sind. Nach der Ankunft sind wir zum ersten Museum, dem Gamm Game and Videogames Museum, gegangen. Aber vor dem Museumsbesuch hatten wir noch 20 Minuten Freizeit, während der sich die deutschen Schüler Souvenirs gekauft haben.

Als wir dann um 9:30 Uhr in das Museum gegangen sind, durften wir erstmal die verschiedenen Spielautomaten testen. Da gab es Spiele wie Sonic, Pacman, Tetris und vieles weiteres.
Als Nächstes hatten wir einen Workshop dazu, wie wir ein Videospiel selber entwerfen und haben danach selbst eine Idee für ein Spiel entwickelt.

2026 Civitavecchia FAO Deckengestaltung. Man sieht Sitzreihen mit blauen Stühlen. Die Decke hat eine Gestaltung in blauer und silbener oder beiger Farbe. Viele nicht erkennbare Details. Am Nachmittag in Rom sind wir zuerst mit der U-Bahn von Roma Termini zum Kolosseum gefahren. Dort hatten wir dann eineinhalb Stunden Freizeit, um etwas zu essen und uns das Kolosseum von außen und die Umgebungen näher anzusehen. Man konnte sich viele tolle Sehenswürdigkeiten anschauen, wie zum Beispiel das Forum Romanum. Danach haben wir uns um 14:00 Uhr am Konstantinsbogen getroffen, um von dort aus zum Circus Maximus zu laufen. Am Circus Maximus konnten wir uns nochmal ca. 45 Minuten entspannen, bevor es für uns zur FAO (Food and Agriculture Organization) ging. Dort haben wir erklärt bekommen, was die FAO ist und was ihre Ziele sind. Die FAO ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und ihre Ziele sind die Bekämpfung von Hunger und die Verbesserung der Lebensstandards, insbesondere in ländlichen Gebieten. All dies probiert die FAO zudem Klima schonend und nachhaltig zu tun. Besonders interessant war, dass gezeigt wurde, was Menschen in verschiedenen Ländern essen und wie Lebensmittel produziert werden. Wir haben uns außerdem das FAO MuNe (Food and Agriculture Museum & Network) angeschaut, dabei haben wir interaktiv viel über Ernährung, Traditionen und Landwirtschaft erfahren. Insgesamt war es sehr spannend und ich habe viel Neues gelernt. Kurz vor Ende haben wir uns den großen FAO Konferenzraum angesehen, der mit seiner Decke sehr beeindruckend ist. Wir durften zum Schluss noch auf die Dachterrasse der FAO, von wo man einen sehr schönen Ausblick über Rom hatte. Gegen 17:30 Uhr sind wir dann wieder mit dem Zug zurück nach Civitavecchia gefahren.

 

2026 Civitavecchia Beachvolleball Strand mit Sand, Wolken am Himmel. Menschen mit langen Hosen auf dem Spielfeld verteilt.Am Mittwoch haben wir uns morgens um 9 Uhr getroffen und wollten eigentlich direkt Beachvolleyball spielen, aber dann hat es angefangen zu regnen und wir mussten erstmal warten. Wir haben uns irgendwo hingesetzt und manche haben sich etwas zu trinken oder zu essen geholt, während wir einfach zusammen geredet haben. Als der Regen dann aufgehört hat, sind wir zum Strand gegangen und haben bis ungefähr 12 Uhr Beachvolleyball gespielt, was richtig Spaß gemacht hat. Danach ist erstmal jeder nach Hause gegangen, einige haben sich aber später nochmal zum Lunch getroffen.

Nach dem Mittagessen ging es dann in die Schule, wo wir Drachen für den nächsten Tag am Strand gebastelt haben und die Mädchen haben zusätzlich Schmuck aus Plastikmuscheln gemacht, was echt cool war. Während wir die Drachen gebastelt haben, hat uns ein Lehrer auch erklärt, wie Drachen überhaupt fliegen können. Wir haben gelernt, dass der Wind gegen die Fläche des Drachens drückt und ihn dadurch nach oben hebt. Außerdem war wichtig, dass der Drachen nicht zu schwer ist und die richtige Form hat, damit er stabil in der Luft bleibt. Wir mussten auch darauf achten, wo wir die Schnur befestigen, damit der Drachen im Gleichgewicht ist. Das war eigentlich ziemlich interessant, weil man beim Basteln gar nicht so daran denkt, dass da so viel Physik dahintersteckt. Jeder konnte seinen Drachen individuell gestalten und wir waren alle gespannt, ob sie am nächsten Tag auch wirklich fliegen würden.

Danach sind wir noch zusammen zu einer heißen Quelle gefahren und konnten uns dort im warmen Wasser entspannen. Am Abend haben sich dann alle Schüler zusammen mit den Lehrern in einem Restaurant getroffen und wir haben gemeinsam gegessen und den Tag bis ungefähr 22 Uhr ausklingen lassen. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, der viel Spaß gemacht hat.

 

2026 Civitavecchia Muscheln in verschiedenen Farben und Formen am Strand. Nahaufnahme.Am Donnerstag sind wir morgens, mit dem Zug, nach Marina di Cerveteri, einem Strand, gefahren. Dort haben wir uns etwas genauer umgesehen und geschaut, welche unterschiedlichen biologischen Spezies es da gibt. Wir haben viele unterschiedliche Dinge, von Muscheln bis hin zu kleinen Krabben, gefunden und in Gruppen Such-Spiele gespielt. Nach dem Program mit der Schule, sind wir dann alle zusammen zu einem anderen Strand gefahren, und zwar Santa Marinella, dort haben wir gemeinsam (auch: mit unseren Drachen) einen schönen Nachmittag in der Sonne verbracht und haben das gute Wetter genossen. Abends waren wir dann noch als große Gruppe in einem Bowling-Center und haben so den letzten Abend ausklingen lassen.

 

Leben in den Gastfamilien

2026 Civitavecchia Essen in der Gastfamilie. Ein weißer Teller, darauf ein Stück Fleisch, gebraten (vielleicht mit einem Knochen darin?), ein Stück Brot, wenige Salatblätter (vielleicht Ruccola?). Außerdem ein Glas Wasser, eine abgelegte Gabel und ein abgelegtes Messer. Unter allem kann man eine Schiefertafel als Platzset erahnen. Das Leben in den Familien war sehr schön. Man hat viele neue Gesichter und Menschen kennengelernt, nicht nur Mama, Papa und Geschwister, sondern auch Cousins und Cousinen, da sie alle sehr nah bei einander lebten. Außerdem waren alle Leute super gastfreundlich und haben mich wie einen weiteren Sohn behandelt, wodurch ich mich sehr willkommen gefühlt habe.

2026 Civitavecchia mehrere geparkte Scooter, vermutlich in der Nähe der Schule. Eine Person sitzt auf einem der Roller.Zusammen hat man schöne Erinnerungen geschaffen, die man nicht so schnell vergessen wird, dazu war es sehr cool zu sehen wie Jugendliche aus einem anderen Land zur Schule kommen, hier mit ihren „Scootern“ (Rollern). Alles in allem würde ich jedem empfehlen an Erasmus+ teilzunehmen, da man nicht nur eine neue Kultur und generell neue Menschen kennenlernt sondern es auch eine sehr lustige Abwechslung zum normalen Schulalltag ist und man Sachen lernt die man normalerweise halt nicht in der Schule lernt, zum Beispiel wie man ohne eine gemeinsame Sprache kommuniziert oder die kleinen Sachen im Leben wertschätzt.

 

Erasmus Kombination zwei Logos. Enriching lives, opening minds. Kofinanziert von der Europäischen Union.

2026 Civitavecchia Freizeit Innenraum. Man sieht einen Pooltisch. Am Tisch und im Hintergrund sind mehrere Menschen. Vermutlich ist es ein "öffentlicher" Raum, vielleicht handelt es sich um einen Ort, an dem man gegen Gebühr spielen kann?Freizeit

In our free time we did a lot of interesting and different activities. For example in the first few days we always went to the beach to chill there, to browse through the different stores or to go partying at the pirgo. We experienced a lot of the different sides of the Italian culture. The family life, the free time and just the lifestyle here which is almost completely different to the one we have in Germany for example the kindness of the people to strangers or the music. In the evening we were almost everyday eating in a little Cafe to just enjoy the time and the Italian food, especially the so called "gelato" was very good and you can tell that Italians can do it best. On the last evening we went to a place with a little bar, some bowling lanes and some pool tables. It was great to just enjoy the rest of the last evening all together and we all had a lot of fun there. So all in all I always knew when we had free time there was always fun included and the free time saved the whole trip a bit, because in my opinion the program was okay but it could be better adapted to our age group. But that's just complaining about little stuff because the whole experience was very great.

 

 

Blick aus dem Flugzeug während des Flugs. Der Motor ist rot, der Himmel blau. Es sind keine Wolken erkennbar. Am Horizont ist ein heller Streifen.Die Rückreise verlief deutlich entspannter. Wir waren schon um 9:15 Uhr am Flughafen in Italien, sodass wir genug Zeit zum Einchecken hatten. Nachdem alles erledigt war, hatten wir von 10:30 bis 11:30 Uhr Freizeit. Diese Zeit haben wir genutzt, um etwas zu essen, uns zu unterhalten und uns auf den Flug vorzubereiten, bevor das Boarding begann.

Insgesamt war die Reise trotz der kleinen Verspätung auf der Hinreise sehr schön. Besonders die gemeinsame Zeit im Zug mit Spielen und Film schauen hat die Fahrt zu einem tollen Erlebnis gemacht.