2026 Frazao Schule. Eingangstor. An der Wand der Mauer ist der Schulname (nicht komplett zu sehen).. Ein Schüler in einer roten Sweatjacke verlässt die Schule und schaut auf sein Handy. Weiter hinten ist ein Fahnenmast. Es weht kein wind, deshalb hängt die Fahne nur nach unten. Was das für eine Fahne ist, ist nicht erkennbar. Weiter hinten sind Plakate oder Aushänge an der Wand. Der Inhalt ist nicht erkennbar. Es sind zwei Bäume zu sehen. Der Himmel ist blau.Von Sonntag, 17. Mai bis Samstag, 23. Mai 2026 waren 10 Schüler*innen aus Jahrgang 7 sowie drei Begleitlehrkräfte zum Projekttreffen in Porto - oder besser gesagt: in Frazão, 20 Minuten entfernt von Porto. Dieser Bericht ist ein "Gemeinschaftswerk" der Teilnehmenden.

Der Titel des Projekts ("Migratory Birds") ist eine Metapher. Es geht um das Thema der Migration von Menschen in aller Welt (in der Vergangenheit und der Gegenwart). Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen und ihren Besonderheiten, um die Ursachen von Migration und die Herausforderungen der Integration in neue Gesellschaften.

 

2026 Frazao Schule Blick auf einen Sportplatz, der sich draußen befindet. Der Fußboden des Spielfelds ist blau und grün. Der Außenbereich ist braun. Am Rand, weiter entfernt, stehen Bäume. Der Himmel is blau. Was für eine Sportarthier gespielt werden kann, ist nicht erkennbar. Es sind nur einzelne Felder und Striche auf dem Boden, eine Beschriftung für eine Sportart ist nicht vorhanden.Die Partnerschule (Escola Basica de Frazao) ist eine sehr interessante Schule, da sie komplett anders ist als unsere Schule. Die Schule ist viel keiner, da man dort nur von der 5. bis zur 9. Klasse auf die weiterführende Schule geht, auf der Schule sind ca. 500 Schüler*innen. Nach der 9. Klasse wechselt man dann auf eine weiterführende Schule in der Gemeinde.
2026 Frazao Schule. Ein aufgeschlagenes Schulbuch. Der Text ist Portugiesisch. Vielleicht ist es ein Mathebuch. Falls diese Vermutung stimmt, dann ist das Thema vielleicht Statistik. Es sind Zahlenreihen zu sehen. Tabellen. Grafiken mit Balkendiagrammen. Man sieht aber auch das Wort "recolha" - das heißt in anderen Sprachen "Ernte" - vielleicht ist es ein Geographiebuch und es geht um Statistiken in Erdkunde. Neben dem Buch liegt gegenüber ein Arbeitsblatt. Der Text ist nicht erkennbar.Vor der Schule stehen zwei große Tore, damit sicher gestellt werden kann, dass alle Schüler*innen auf dem Schulgelände bleiben und dass keine fremden Leute sich auf dem Schulgelände aufhalten können. Die Schule wird im Moment renoviert, daher ist auf dem Schulgelände eine große Baustelle. Hinter der Schule befindet sich die Sporthalle, ein Fußball-/ Basketballfeld und ein Badminton-Platz.
Der Unterricht läuft ein bisschen anders ab als bei uns, meistes erklärt die Lehrkraft ein Thema und die Klasse hört einfach nur aufmerksam zu. In der Schule musste man sich nicht so melden wie bei uns: Wenn man etwas sagen möchte, kann man einfach los reden.

Anreise

Am 17.05 haben wir uns um 07.35 Uhr am Bahnhof in Bad Harzburg bzw. um 07.45 Uhr am Bahnhof in Vienenburg getroffen und sind von dort zusammen mit dem Zug nach Braunschweig gefahren. Dort sind wir umgestiegen, aber wir hatten dort auch relativ viel Zeit, weil unser Zug ca. 30 Minuten Verspätung hatte. Von Braunschweig sind wir mit dem ICE zum Hauptbahnhof in Berlin gefahren und von dort aus zum Flughafen Berlin.

2026 Frazao Flugzeug Blick aus dem Fenster auf den linken Flügel. Blauer Himmel.Am Flughafen haben wir zuerst unsere Koffer abgegeben, sind zur Sicherheitskontrolle gegangen und hatten danach noch Zeit bis zu unserem Flug, sodass wir in Dreier- bis Vierergruppen noch am Flughafen in Geschäfte gehen konnten. Um 14.15 Uhr hat unser Boarding begonnen und unser Flug hat um 14.45 Uhr gestartet. Zum Glück lief der Flug relativ glatt ohne Turbulenzen. Unser Flug ging circa 3 Stunden und 15 Minuten, sodass wir dann 17.00 Uhr portugiesische Zeit in Porto angekommen und von unseren Gastfamilien am Flughafen abgeholt wurden.

 

 

2026 Frazao ArbeitsergebnisAm Montag, unserem ersten Tag in Portugal, sind wir morgens, bei schönem Sonnenschein erst einmal zur Schule gefahren. Dort mussten wir ungefähr zehn Minuten warten, um danach in die Klassenzimmer der Austauschschüler zu gehen und gemeinsam den Plan für den Tag zu besprechen. Anschließend haben wir einen Text über einen Menschen mit Migrationshintergrund bekommen. Darin wurde eine ausländische Person beschrieben. Mithilfe von ChatGPT sollten wir daraus ein Bild von dieser Person erstellen und einen Text über deren Leben verfassen. Nach der Aufgabe gab es erst mal eine Pause, in der wir eine Schulführung hatten. Im Anschluss, als wir wieder im Klassenzimmer waren, haben wir alle unsere Ergebnisse vorgestellt und sind dann in die Mittagspause gegangen. Zum Mittag gab es Nudeln mit Hackfleisch oder wahlweise Gemüse und eine Auswahl an Obst und Gemüse.

2026 Frazao Golfplatz Grüner Rasen, blauer Himmel. In der Entfernung sieht man ein Häuschen. Man sieht es nicht, aber dort sind Plätze, von denen aus man Golfbälle losschlagen kann.Am Nachmittag sind dann alle gemeinsam zum Golfplatz gefahren. Am Golfplatz angekommen, haben wir zuerst einige Übungen gemacht, um das Halten des Schlägers und den richtigen Abschlag zu lernen. Dabei habe ich ein paar Tricks gelernt, die bestimmt auch beim nächsten Minigolfspiel hilfreich sind. Wir mussten versuchen, mit dem Ball aus kurzer Entfernung in ein Loch zu treffen. Am Ende durften wir dann richtig Golf spielen, was viel Spaß gemacht hat. Sicher hätte es noch mehr Spaß gemacht, hätte ich daran gedacht, bei der Wärme eine kurze Hose anzuziehen. Nach dem Golfen sind wir wieder zurück zur Schule gefahren und mussten dort noch bis 17:10 Uhr warten und hatten Freizeit, bevor wir von unseren Gasteltern abgeholt wurden. Anschließend sind wir mit ihnen nach Hause zu unseren Austauschschülern gefahren und der gemeinsame Tag war zu Ende. 

 

2026 Frazao Museum alter Holzschrank mit Glastüren. Ausgestellte unbestimmbare alte Werkzeuge mit Metall und vielleicht auch Holzelementen. Falls das kein Holz ist, ist das Metall durch alter oder Benutzung vielleicht verfärbt.Am Dienstag war zwar nicht das schönste Wetter, dennoch haben wir viel über Portugal gelernt.
Am Morgen haben wir am portugiesischen Unterricht teilgenommen.
2026 Frazao Library Bücherreagl mit verschiedenen Büchern / ComicsAm Vormittag waren wir in mehreren Museen und haben die portugiesische Migration besser kennenlernen können, z.B. dass sie ihre Werkzeuge recht schlau hergestellt haben.

Am Nachmittag waren wir dann noch in einer Bibliothek und haben festgestellt, dass viele Bücher in unseren Läden auch in Portugal beliebt sind.
An diesem Tag haben wir wirklich viel gelernt und ich würde gerne nochmal nach Portugal fahren!

 

 

2026 Frazao Guimaraes Zwei verschiedene Schlösser oder FestungenAm Donnerstag hatten wir eine Schulstunde und sind anschließend in die Stadt Guimaraes gefahren.
Wir sind morgens um 8.30 Uhr in der Schule angekommen und hatten eine Stunde Französisch. Danach haben wir uns am Schuleingang getroffen und sind mit dem Bus nach Guimaraes gefahren. Zuerst haben wir uns die schöne Burg angeschaut. Sie wurde 968 erbaut. Unmittelbar vor ihr fand die Schlacht von Sao Mamede am 24.6.1128 statt. Das war der entscheidende Kampf, indem Afonso Henrique seine eigene Mutter (Theresia von Leon) besiegte. Die Burg ist komplett aus Stein und auf einem Hügel. Man kann sich auch ein Ticket kaufen, um sich die Burg von innen anschauen. Wenn man die Treppen hochgeht, kann man Souveniers kaufen und sich kleine Teile der Burg von innen anschauen. Anschließend sind wir zum Schloss gegangen, denn das liegt nah daneben. Dieses haben wir uns von innen angeschaut. Es ist sehr schön. Wir haben dann nach einer weiteren Busfahrt in einem Park Mittagessen gegessen. Zuletzt sind wir in die Stadt Guimaraes gefahren. Dort sind wir durch die schöne Stadt gegangen. Zum Schluss sind wir wieder in die Schule gefahren. Später gab es um 19.30 Uhr noch ein gemeinsames Abendessen in der Schule. Das wurde von den Eltern zubereitet und dahingebracht. Dann haben wir noch unsere Urkunden bekommen. Und sind nach Hause gefahren.
Alles in allem war es ein schöner, aber warmer Tag und wir haben viel über die Geschichte von Portugal gelernt.

 

2026 Frazao Wohnen in der Gastfamilie Eine Straße mit Apartmenthäusern. Die Straße geht leicht bergau, es sind eine ganze Reihe von Autos am linken und rechten Straßenrand gepart. Die Wohnhäuser haben ungefähr drei Etagen., Sie haben vermutlich alle Balkone. Der Himmel ist blau mit weißen Wolken. Das Leben in den den Gastfamilien
Am 17.5.26 wurden wir am Abend von unseren Gastfamilien vom Flughafen abgeholt. Dann haben wir den restlichen Abend in unseren Gastfamilien verbracht.

Wir haben jeden Abend um circa 21 Uhr Abendessen gegessen. In Portugal wird immer etwas später gegessen als in Deutschland.

Außerdem steht bei den Mahlzeiten bei Portugiesen immer Brot auf dem Tisch.
Zu den typisch portugiesischen Gerichten gehören zum Beispiel Francesinha und Kabeljau. Es wird außerdem in Portugal sehr viel Fisch gegessen.

2026 Frazao Essen in der Gastfamilie Ein Teller mit vermutlich einer Francesinha. Das könnte verlaufener Käse in der obersten Schicht sein. Rund um den Turm mit Käse ist eine rote Soße auf einem tiefen Teller.Die weiteren Tage hatten wir viel Programm in der Schule, weshalb wir nicht so viel Zeit mit unseren Gastfamilien hatten. Wir hatten selbstverständlich für jeden Tag sehr viel Proviant mit. Dazu zählten auch ein paar portugiesische Gerichte wie Rissóis. Das sind kleine portugiesische Teigtaschen, gefüllt mit z.B. Hackfleisch.

Am Freitag, dem 22.5.26, haben wir den Nachmittag mit unseren Gastfamilien verbracht und sind z.B. an den Strand gefahren.
Am 23.5.26 wurden wir von unseren Gastfamilien zum Flughafen gebracht. Am Flughafen mussten wir uns dann leider auch schon von unseren Gastfamilien verabschieden. Insgesamt war der Aufenthalt in den Gastfamilien sehr schön da die Portugiesen sehr gastfreundlich sind. 

 

2026 Frazao leerer Strand am AbendIch erzähle ein bisschen über die Freizeitaktivitäten außerhalb des offiziellen Programms. Am Tag der Ankunft habe ich direkt den Strand besucht und bin dann mit der Familie essen gegangen. Am zweiten Tag sind alle Leute (Portugiesen, Spanier, Deutsche) nach Schulschluss zu einem Park gegangen, wo es einen Spielplatz und Sitzgelegenheiten gab und haben zusammen Spaß gehabt.

2026 Frazao Familienhund Ganzkörperaufnahme. Guckt nach oben in die Kamera. Ein relativ großer Hund mit heller Farbe.Die nächsten Tage habe ich abends mit der Familie zusammen gegessen und habe mich mit ihnen unterhalten (bei mir auf deutsch mit dem Bruder meiner Austauschschülerin, da sie früher in Österreich gewohnt haben). Danach haben sie mir ihre vielen Tiere gezeigt (Hunde, Katzen/Babykatzen, Schildkröte). Ich durfte sogar eine Babykatze halten und sie mit einer Flasche füttern. Am vorletzten Tag gab es abends in der Schule eine Veranstaltung, wo man mit der Familie hingegangen ist und dort essen konnte. Nach dem Essen gab es ein wenig Freizeit bis wir dann ein "Certificate of Attendance" bekommen haben und zurück nach Hause gefahren sind. Am letzten Tag sind wir ein zweites Mal einkaufen gegangen und haben wieder zusammen etwas gegessen und sind danach in einen Park gegangen, wo es noch eine Veranstaltung gab mit Musik in vielen verschiedenen Sprachen, einer kleinen Vorführung und man konnte sich Essen holen.
Mir persönlich hat der Austausch sehr gefallen, weil man auch mehr mit den weiteren Schülern, mit denen man nach Portugal geflogen ist, Zeit verbracht hat und sich besser kennengelernt hat. 

 

Abreise

Am 23.05 sind wir von Porto zurück nach Berlin geflogen. Unser Flug ging um 08.20 Uhr, aber wir haben uns schon alle zusammen um 06.00 Uhr am Flughafen in Porto getroffen, weshalb wir leider sehr früh aufstehen mussten. Ich bin ungefähr gegen 04.00 Uhr aufgestanden und bin mit meiner Gastfamilie im 05.30 Uhr losgefahren, da wir zum Flughafen nach Porto ungefähr eine halbe Stunde brauchten. Am Flughafen haben wir uns dann von unseren Gastfamilien und Austauschschülern verabschiedet, wobei viele Tränen geflossen sind. Danach haben wir uns am Flughafen auf eine Reihe Sitze gesetzt und die Lehrkräfte haben sich erstmal einen Kaffee geholt. Leider hat der Check-In und die Kofferaufgabe ziemlich lange gebraucht und obwohl wir dann bei der Sicherheitskontrolle relativ schnell waren und es eigentlich keine Komplikationen gab, hatten wir am Flughafen dann keine Freizeit mehr und sind direkt zum Boarding gegangen. Der Flug hatte ein paar Turbulenzen und an manchen Stellen hat es sich sehr wackelig angefühlt, aber es war im Großen und Ganzen sehr okay und je länger man im Flugzeug saß, desto mehr stieg die Vorfreude auf zu Hause und die eigene Familie. Der Flug ging ungefähr 3 Stunden und 20 Minuten, aber wir hatten ein paar Minuten Verspätung, sodass wir gegen 12.50 Uhr deutscher Zeit am Flughafen Berlin angekommen sind. Um ca. 13.10 Uhr haben wir dann unsere Koffer abgeholt, was zum Glück relativ schnell ging.

Unser Zug sollte eigentlich um 14.20 Uhr am Berliner Flughafen starten, also haben wir verabredet, dass wir uns um 14.10 Uhr an Gleis 4 treffen und uns bis dahin in mindestens Dreier-Gruppen am Flughafen bewegen können und uns etwas zu essen besorgen können. Leider saßen wir im Zug und dann kam eine Durchsage, das unser Zug aufgrund eines Brandes auf der Strecke nicht starten kann. Also haben wir uns in einen Zug zum Berliner Hauptbahnhof gesetzt, aber weil sehr viele Züge aufgrund des Brandes andere Strecken fahren mussten, stand unser Zug relativ lange auf dem Gleis. Als wir dann am Hauptbahnhof angekommen sind, mussten wir dort dann ungefähr 2 Stunden warten, weil unser Zug nach Magdeburg ungefähr 30 Minuten Verspätung hatte. Auf der Strecke nach Magdeburg musste unser Zug dann wegen irgendwelcher Störungen nochmal warten, wodurch wir dann mit 50 Minuten Verspätung in Magdeburg ankamen. Eigentlich hätten wir mit den ursprünglichen Verbindungen gegen 17.45 Uhr in Vienenburg ankommen sollen, aber als klar war, dass wir erst um 18.35 Uhr in Magdeburg seien werden, haben wir unsere Eltern angerufen, dass sie uns dort abholen und Fahrgemeinschaften gebildet, damit nicht jeder einzeln fahren muss. Ich bin dann nach ungefähr 13 Stunden Reisen zu Hause angekommen und war zwar sehr erschöpft, aber auch glücklich meine Familie wieder zu sehen. 

 

Erasmus Kombination Erasmus+ Enriching Lives. Kofinanziert von der europäischen Union.