Erasmus Kombination 720

2024 Volleyball am Strand

Dieser detaillierte Bericht präsentiert den kürzlich stattgefundenen Erasmus+ Schüleraustausch mit Spanien. Im Rahmen dieses internationalen Bildungsprogramms hatten sechs Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte die Gelegenheit, eine Woche lang am Austausch mit einer Partnerschule in Almuñecar in Spanien teilzunehmen. Dieser Bericht soll Einblicke in die interkulturellen Begegnungen, pädagogischen Aktivitäten und persönlichen Entwicklungen der Teilnehmenden gewähren.

Almuñécar, eine Stadt, die sich an der Costa Tropical in Spanien befindet, ist ein Ort von besonderer Schönheit und historischer Bedeutung. Umgeben von den Hügeln der Sierra Nevada und dem Mittelmeer, bietet Almuñécar eine einzigartige Mischung: Im Hintergrund sahen wir die schneebedeckten Berge, während wir uns am Meer den ersten Sonnenbrand des Jahres holten.

Die Geschichte der Stadt ist tief verwurzelt und vielschichtig. Von den Phöniziern gegründet, die ihre Spuren in Form von Nekropolen hinterließen, über die Römer, die beeindruckende Aquädukte und Ruinen errichteten, bis zu den Mauren, die die Stadt mit ihrer Architektur und ihren Gärten bereicherten – jede Epoche hat ihre eigene Erzählung in das Stadtbild eingewoben. Diese Geschichte sieht man auch im historschen Namen der Stadt sowie dem Namen der Partnerschule: Antigua Sexi.

Heute ist Almuñécar ein lebendiger Ort, der seine Besucher mit einem subtropischen Klima verwöhnt. Die Stadt hat zahlreiche Stränden und kristallklares Meerwasser. 

Hinreise:
Unsere Erasmus-Reise nach Spanien begann früh am Sonntagmorgen in Bad Harzburg. Um 6:45 Uhr trafen wir uns und starteten unsere Reise mit einem Taxibus, der uns zum Flughafen nach Hannover brachte. Die Fahrt war ruhig und gab uns die Gelegenheit, uns auf die kommenden Abenteuer einzustimmen und unsere Vorfreude zu teilen.

Am Hannover Flughafen angekommen, checkten wir ein und machten uns bereit für unseren Flug nach Amsterdam. Der kurze Flug gab uns einen ersten Vorgeschmack auf das, was uns erwarten würde, und die Vorfreude stieg mit jedem Kilometer, den wir zurücklegten. In Amsterdam hatten wir einen kurzen Zwischenstopp, bevor unser Flug nach Malaga startete.

Die Landung in Malaga war ein atemberaubender Moment. Wir wurden von der warmen spanischen Sonne und der lebendigen Atmosphäre begrüßt. Vom Flughafen aus setzten wir unsere Reise mit dem Taxi fort, das uns zu unserem Haus in Almuñecar brachte. Die Fahrt durch die sonnendurchfluteten Straßen war ein beeindruckender erster Eindruck unserer neuen Umgebung. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten und uns frisch gemacht haben, erkundeten wir die Umgebung und ließen den Abend entspannt in einem Restaurant ausklingen. Unsere Erasmus-Reise hatte offiziell begonnen, und wir waren bereit, jeden Moment zu genießen und das Beste aus dieser unvergesslichen Erfahrung herauszuholen.

 

Am Montag begann unser Tag mit Frühsport, bei dem wir am Strand aktiv wurden und uns für den Tag mit Energie aufgeladen haben. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Schule. Dort erwartete uns eine Führung durch die Einrichtung, um uns mit dem Schulgelände vertraut zu machen. Anschließend hatten wir die Gelegenheit, uns bei einigen Kennenlernspielen mit den Spaniern zu unterhalten, darunter Speed-Dating, um uns besser kennenzulernen und kulturelle Unterschiede 8und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Später wurden wir freundlicherweise in ein Restaurant eingeladen, wo wir ein köstliches Essen genossen. Nach unserer Rückkehr nach Hause zogen wir uns um und trafen uns kurz darauf mit den Spaniern zu einer Runde Volleyball. Es war eine großartige Gelegenheit, Teams zu bilden und gemeinsam Spaß zu haben, während wir unsere sportlichen Fähigkeiten zeigten. Der Tag war voller Aktivitäten und neuer Erfahrungen, die uns alle näher zusammengebracht haben und uns noch mehr Vorfreude auf die kommenden Tage des Austauschprogramms bereiteten.

Am frühen Morgen des Dienstages ließen wir den Frühsport ausfallen und starteten den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. An diesem Tag stand nämlich der Tagesausflug nach Málaga auf dem Plan. Um kurz nach 8 Uhr trafen wir uns mit den spanischen Schüler*innen an der Bushaltestelle, um gemeinsam in die zweitgrößte Stadt Andalusiens zu fahren. Nach einer Stunde Fahrt, durch die schöne Landschaft, waren wir in Málaga angekommen. Vor Ort machten wir wieder ein kleines „Speed-Dating“ mit den Spaniern, um sie besser kennenzulernen. Anschließend gingen wir in das Stadtzentrum. Dort machten wir eine kleine Pause in einem schönen Café, um uns für die bevorstehende Stadtführung zu stärken. Der Stadtführer führte uns durch die engen Gassen der Stadt zu den sehenswertesten Orten. Nach der Tour gingen wir alle zusammen in die Alcazaba, einer maurischen Festung oberhalb der Stadt. Von dort an konnten wir uns selbstständig in Málaga bewegen. Als ersten selbstgewählten Ort besuchten wir das Museo de Málaga (Málaga Museum), in welchem viele schöne Gemälde und Skulpturen zu finden waren. Folgend gingen wir in ein spanisches Restaurant, um typische spanische Speisen zu probieren, wie Tapas oder Paella. Alles wurde für sehr lecker empfunden. Nachdem wir gut gegessen hatten, machten wir noch eine kleine Shoppingtour auf dem Weg zum Treffpunkt, um zurück nach Almuñécar zu fahren. Als wir nach der Fahrt entlang der Küste in unserer Stadt angekommen waren, bereiteten zwei von uns das Abendessen vor, während ein paar von uns für den nächsten Tag einkaufen waren. Zu essen gab es eine leckere Gemüsepfanne mit Spaghetti. Nach dem Essen spielten wir zusammen „Flaschendrehen“, hier wurden interessante Fragen und Aufgaben gestellt. Nach dem Ausklingen des Abends in gemütlicher Runde endete schon der Dienstag und wir gingen ins Bett, um Energie für den nächsten Tag zu sammeln.

Am Mittwoch begannen wir den Tag mit einer Runde Morgensport und haben uns danach mit einem Frühstück auf den kommenden Tag vorbereitet, der sehr viel Bewegung und Sport beinhalten sollte. Zuerst gingen wir zur Schule, wo wir eine Art Handball gespielt haben und uns erzählt wurde, wie die Schule ihre Fußballliga organisiert. Dabei war besonders wichtig die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, die fast selbstständig die Regeln bestimmen und selbst die Liga leiten. Danach haben wir gelernt, wie man den traditionellen spanischen Tanz, den „Flamenco“, tanzt. Dies war besonders schwer aufgrund der schnellen Fußbewegungen und des Koordinierens von Armen und Füßen. Mittags hatten wir dann kurz Zeit, um etwas zu essen und Schwimmkleidung anzuziehen, um uns auf eine besondere Aktivität vorzubereiten, und zwar Kajak fahren. Wir fuhren dafür zuerst zu einem nahegelegenen Ort namens La Herradura und dort haben wir uns zu zweit in Kajaks gesetzt und paddelten zu einem kleinen versteckten Strand. Dort konnten wir dann Schnorchelausrüstung anziehen und danach ins Wasser tauchen und uns Meerestiere anschauen. Schließlich paddelten wir zum Anfangspunkt zurück, trockneten uns ab und fuhren wieder zum Ferienhaus, wo wir einen entspannten Abend verbrachten nach einem so anstrengenden Tag.

 

2024 Generalife GartenDer Donnerstag stand ganz im Namen der Geschichte Spaniens, um genauer zu sein Granadas. Bereits um 9:00 hieß es für uns ab in den Bus und gen Granada. Dort angekommen, wurde man sofort vom frischen Duft der Orangenbäume und der strahlenden Sonne willkommen geheißen. Zuallererst stand eine Führung durch den Garten der ikonischen „Alhambra“ an (Generalife). Zahlreiche Pflanzen und Pavillons ließen eine pittoreske Atmosphäre entstehen, welche sofort von unseren Handys eingefangen wurde. Währenddessen erzählte uns der Geschichts-, Latein- und Griechischlehrer der Schule interessante Informationen zu dieser Burg. Beispielsweise wie die Alhambra im 13. Jahrhundert von den Nasriden, einem maurischen Volk, erbaut und dann kontinuierlich über lange Zeiträume weitergebaut wurde. Daraufhin besichtigten wir den Palacio de Carlos V (Karl der 5.). Hier waren die Unterschiede zu den vorherigen Palästen und Höfen immens. Auf der einen Seite nach dem arabischen und orientalischen Stil gebaute Paläste und Höfe, auf der anderen ein kreisförmiger Innenhof - ganz nach der Renaissance konstituiert. Die Alhambra war für uns somit ein Stellvertreter für die Geschichte Spaniens. Von der Eroberung der Araber bis zur Reconquista im 15. Jahrhundert.

Bei einer Fläche von mehreren Fußballfeldern war es allerdings schwer, einen Überblick über das gesamte Gebilde zu erhalten, sodass Juanjo (der uns führende Lehrer) die Idee hatte, die Alhambra von einem anderen Punkt aus zu betrachten, und uns gleichzeitig die Altstadt Granadas zu zeigen. Dies war allerdings erst nach der Mittagspause angesagt. Ab 15:00 hieß es dann Laufen, Laufen, Laufen - bei glühender Sonne. Doch die hübschen Fassaden und die gute Laune der Einwohner haben den Weg halb so lang wirken lassen. Oben angekommen kamen wir nicht mehr aus dem Staunen. Im Vordergrund die Alhambra und hinten die Sierra Nevada. Ein Ausblick wie kein anderer. Die Abreise nach Almuñécar war für 17:00 geplant. Und somit waren wir eine Stunde später wieder in unserer Partnerstadt.

Abgerundet wurde der Tag dann mit einem leckeren Essen, gekocht von Frau Mettge und Frau Gombert.

Zusammenfassend war der Donnerstag einer der gelungensten Tage. Von der Geschichte Spaniens bis zur Vermischung der verschiedensten Kulturen wurden viele Aspekte der Identität des Landes für uns sichtbar gemacht. Somit erhielten wir ein differenzierteres und klareres Bild unseres Austauschlandes.

 

2024 Generalife Gebaeude   2024 Palacio  2024 Ausblick Mirador Alhambra

 

2024 ZertifikateAm Freitag begann unser Tag mit dem Morgensport am Strand. 15 Minuten leichtes Aufwärmen brachten viel Spaß. Nach dem Frühstück besuchten wir die Schule, wo wir zuerst am Sportunterricht teilnahmen. Dort hatten wir eine Kletterstunde mit dem großartigen Trainer Alex. Anschließend teilten wir uns in zwei Gruppen auf und nahmen an einer spannenden Quest teil, den die Schule für uns organisiert hatte. Es war eine von der Schule selbst gestaltete Escape-Room Challenge, bei der wir verschiedene Rätsel lösen mussten, die auf unterschiedlichen Schulfächern basierten, wie Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Sport und Englisch.

Am Abend genossen wir einige Stunden in der Gesellschaft von Spaniern. Zuerst gab es ein köstliches Essen. Wir unterhielten uns angeregt über unsere Erfahrungen im Austauschprogramm. Später gingen wir gemeinsam mit unseren Lehrern zum Abendessen und hatten die Möglichkeit, uns persönlich bei ihnen zu bedanken.

Nach einem langen Tag voller Aktivitäten fielen wir alle müde ins Bett und schliefen sofort ein, voller Vorfreude auf den nächsten Tag. Unser letzter Tag war wirklich aufregend und endete mit schönen Erinnerungen an unsere Zeit hier.

Rückfahrt:
Die Zeit verging wie im Flug, und schon stand unsere Abreise aus Spanien bevor. Es war eine Zeit voller neuer Erfahrungen und schöner Momente.
Mit gemischten Gefühlen traten wir also unsere Heimreise an. Einerseits freuten wir uns darauf, unsere Familien und Freunde wiederzusehen, andererseits fiel uns der Abschied von Spanien und den Menschen dort schwer. Die Rückkehr nach Hause war ein Moment der Wiedersehensfreude, aber auch der Reflexion über das Erlebte.

Unser letzter Tag begann früh um 6 Uhr morgens, als wir uns auf den Weg zum Flughafen in Malaga machten. Die Straßen waren noch ruhig, aber die Vorfreude und Aufregung auf die Heimkehr waren spürbar. Mit gepackten Koffern und vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck traten wir die Reise an.
Nach einem angenehmen Flug landeten wir um 13:30 Uhr in Berlin. Die Hauptstadt begrüßte uns mit typischem Aprilwetter – mal Sonnenschein, mal Regenschauer – aber nichts konnte unsere gute Laune trüben. Nach einigen Stunden Zugfahrt erreichten wir schließlich Goslar und dann auch Bad Harzburg. Der Anblick der vertrauten Umgebung und das Gefühl, wieder zu Hause zu sein, waren überwältigend. Mit gemischten Gefühlen - einerseits der Freude über das Wiedersehen, andererseits der Wehmut über das Ende eines unvergesslichen Abenteuers - wurden wir von unseren Familien empfangen.
Unsere Rückreise war ein Abschluss eines Erasmus-Austauschs, der uns viele wertvolle Erfahrungen, Erinnerungen und Freundschaften beschert hat. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, an diesem Austausch teilgenommen zu haben, und freuen uns darauf, die gesammelten Erfahrungen in unserem Alltag zu integrieren.

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