Vom Sonntag, 01. Juni 2025 - Sonntag, 08. Juni 2025 fand der Austausch mit unserer Partnerschule im Norden von Frankreich statt.
Das Projekt untersuchte, wie Sport und Gesellschaft in verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenwirk(t)en. Schüler*innen aus Frankreich und Deutschland erforschten, wie Sport als kulturelles Phänomen sowohl die Geschichte als auch die politischen Strukturen eines Landes beeinflusst hat und umgekehrt. Dabei betrachteten sie auch, wie sich Sportarten in bestimmten politischen Zusammenhängen entwickelt haben, zum Beispiel in Verbindung mit nationalistischen Bewegungen oder wichtigen historischen Ereignissen. Außerdem analysierten die Schülerinnen, wie Sport als Medium für politische Botschaften genutzt wurde, besonders bei internationalen Wettbewerben wie den Olympischen Spielen. Das Projekt zeigte, wie Sport Toleranz, Integration und soziale Werte fördern kann. Durch Workshops, Diskussionen und gemeinsame Veranstaltungen teilten die Schüler*innen ihre Erkenntnisse und lernten voneinander. So gewannen sie ein tieferes Verständnis für die kulturellen und politischen Dimensionen des Sports.
Am Montag, nachdem wir am Vortag herzlich von unseren Gastfamilien aufgenommen wurden, durften wir einen Einblick in den Schulalltag in Frankreich erhalten
Nach einer kurzen Begrüßung in unserer Austauschgruppe wurde uns von unseren Austauschschülern die Schule gezeigt und haben das Essen in der Cafeteria der Schule genossen. Nach einer kurzen Pause sind wir dann alle zusammen mit dem Bus nach Belgien in das Museum "Kazerne Dossin" gefahren (https://kazernedossin.eu/fr/expo/le-sport-et-les-athletes-au-kl-auschwitz/ ).
Dort wurde man zunächst von einem hohen Gang mit Bildern von den gefangenen Juden aus der NS-Zeit empfangen.
Von den insgesamt 80.000 Juden aus den Sammellagern wurden dort ca. 21.000 auf Bildern in einzelnen Personen dargestellt, dabei wurden die, die überlebt haben, farbig dargestellt (5%), und die Verstorbenen in schwarz-weiß.
Wir haben eine Führung durch die Ausstellung über das Konzentrationslager "Auschwitz" bekommen.
Diese war sehr detailliert und wir konnten viel darüber lernen, z. B. wie das Sportprogramm in den Konzentrationslagern aussah. Nur die, die kräftig genug waren, durften Sport machen oder wurden mehr oder weniger dazu gezwungen. Das Sportprogramm wurde (so wie viele "Aufsehertätigkeiten") von Inhaftierten geleitet, die bereits vor ihrer Ankunft im Konzentrationslager schwere Verbrechen begangen hatten und Folgetätern waren.
Viele Sportler in den Konzentrationslagern wurden als Vergnügungsobjekte benutzt und stark gequält.
Insgesamt konnten wir dort viel lernen und haben gleichzeitig unser Französisch verbessern können, weil die Führung auf Französisch war ; )
Der Tag endete bei den Gastfamilien mit einem leckeren Abendbrot.
Dienstag, 3.6.2025
Heute war der erste Tag der Woche, an dem wir früh aufstehen mussten, da wir um 7 Uhr mit dem TGV nach Brüssel gefahren sind.
Als wir in Brüssel angekommen waren, hatten wir zunächst einen langen Lauf vor uns zum Haus der Europäischen Geschichte. Im Museum hatten wir eine spannende Rally über die europäische Geschichte über mehrere Stockwerke. Nach dem Museum hatten wir Freizeit in Brüssel, während welcher wir Fotos von Sehenswürdigkeiten machen sollten. Danach war der Tag auch schon wieder vorbei und wir sind mit TGV wieder nach Hause gefahren sind.
Donnerstag haben wir uns morgens mit unseren Austauschpartnern in ihrer Schule getroffen. Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt und haben dann arbeitsteilig verschiedene ARTE Videos zum Thema Frauen im Sport angesehen. Darüber hat jede Gruppe dann eine kleine Präsentation vorbereitet. Es ging in den Videos darum, wie schwer es für Frauen im Sport war (und teilweise noch ist), wie zum Beispiel Genderchecks, Sportkleidung für Frauen und Erniedrigung der Frauen. Die Frauen wurden diskriminiert dadurch, dass sie sich ständig beweisen mussten, wenn sie zu stark waren, mussten sie geprüft werden ,die sogenannten "Gender-Checks", denn wenn sie zu stark waren, wurden sie als Männer angesehen, dass bedeutet das Frauen trotzdem immer noch ein Schönheitsbild zu erfüllen hatten und haben.
Um 11:30 gab es dann Mittagessen in der Cafeteria. Danach hatten wir noch ein bisschen Zeit in der Schule und haben und ein paar Fragen zu Frauen im Sport beantwortet. Daraufhin hatten wir Freizeit mit unseren Austauschpartnern. Währenddessen gab es eine Stadtrally in Lille und am Nachmittag haben wir uns dann kurz mit den Lehrern getroffen. Der Tag wurde dann noch produktiv genutzt.
