Vielfalt am WvS

Das Werner-von-Siemens-Gymnasium ist eine moderne und weltoffene Schule. Respekt, Akzeptanz und Engagement werden hier großgeschrieben. Wir sind uns der Vielfältigkeit unserer Schüler*innen, Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen bewusst und möchten ein Schulklima schaffen, in dem sich jeder Mensch ungeachtet seiner Religionszugehörigkeit, Behinderung, ethnischen und sozialen Herkunft oder sexuellen Identität und Orientierung wohlfühlt. In der Rubrik "Vielfalt am WvS" finden sich Berichte und Aktivitäten rund um:

  • Antidiskriminierungsprojekte
  • „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“
  • AG „Vielfalt leben“
  • Schülerfriedenspreis 2019
  • fair@school
  • ...

Die Patenschüler, die ebenfalls in diesem Bereich tätig sind, haben auf der Homepage ihren eigenen Bereich und finden sich hier.

 

2021 Start StipendiumDilay Arman hat sich erfolgreich um ein Stipendium der START-Stiftung, welche talentierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte drei Jahre lang ideell wie auch materiell fördert, beworben und bekam im Rathaus von Hannover vom niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne ihr Aufnahmeurkunde überreicht.

Bereits ihre ältere Schwester war Stipendiatin der START-Stiftung und hat durchweg positive Erfahrungen mit START gemacht. Dilay wollte die Chance zur Bewerbung nutzen, um später hoffentlich die gleichen Erfahrungen wir ihre Schwester machen zu können. Besonders motivierend am START-Programm findet sie, dass es jungen Menschen die Möglichkeit bietet, Projekte zu entwickeln, mit denen sie etwas verändern und gemeinsame Ziele verwirklichen können.

Wenn auch du daran Interesse an der Bewerbung um ein Stipendium der START-Stiftung hast, informiere dich auf der Internetseite der START-Stiftung (https://www.start-stiftung.de/) oder auf IServ im Forum "Stipendien".

Am 1. Februar startet der Bewerbungszeitraum und bis zum 06. März 2022 musst du deine Bewerbungsunterlagen online eingereicht haben.

2022 IDAHOBITEin Beitrag der AG "Vielfalt leben".

Über sechs Millionen Menschen aus der Ukraine sind aktuell auf der Flucht. Für Menschen aus der LGBTIQ+-Community1 ist das besonders schwer – sie werden diskriminiert und ausgegrenzt. Und das nicht nur auf der Flucht, sondern auch in der Ukraine selbst.

Während die liberale Hauptstadt Kiew eine Art Zufluchtsort für die queere Community darstellt, sieht es vor allem in den ländlichen Gegenden und insbesondere seit 2014 in den pro-russischen Separatisten-Regionen im Donbas ganz anders aus. Queere Menschen werden angefeindet und müssen selbst körperliche Angriffe fürchten.
sdg 10 Weniger UngleichheitenDurch den Krieg und die russische Aggression wurde die Community im Kampf um ihre Rechte wieder zurückgeworfen, denn in den von Russland besetzten Gebieten gelten die gleichen homophoben Rechte wie in Russland2.

sdg 16 Frieden Gerechtigkit und starke InstitutionenIn diesem Video werden zwei ukrainische Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums durch unseren Bundesfreiwilligendienstleistenden, Marcel Bader, interviewt. Ihnen werden Fragen zu ihrer Flucht aus der Ukraine und der Situation vor Ort gestellt. Der dortige Krieg ist nach wie vor ein sehr präsentes Thema und beeinflusst uns alle. Es werden sehr interessante und bewegende Eindrücke von der Lage vor Ort vermittelt. Das Video kann dabei helfen, zu verstehen, was manche Menschen durchmachen mussten und leider immer noch müssen, um in Frieden leben zu können.

 

2021 Anne Frank Tag Foto 1 Foto Homepage
Foto 1: Schülerinnen und Schüler der 10a bei der Arbeit
mit der Plakatausstellung in der Bibliothek.
Quelle: Goslarsche Zeitung, Hr. Exner

Am Montag, dem 05. Juli 2021, veranstaltete die Geschichtsfachgruppe für den 10. und 11. Jahrgang einen Projekttag anlässlich des Geburtstages von Anne Frank.

Anne Frank war ein jüdisches Mädchen, das zusammen mit ihren Eltern 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland nach Amsterdam flüchtete. Hier musste sich die Familie ab 1942 zwei Jahre lang in einem Hinterhaus verstecken, ehe sie entdeckt, verhaftet und in das Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht wurde. Dort starb Anne im Alter von 15 Jahren und hinterließ ein Tagebuch, das Einblicke in ihr kurzes Leben gibt.

LGBT Free Zones Poland 2020

Als "LGBT-Ideologie-freie"-Zonen
deklarierte Gemeinden in Polen

In diesem Jahr wird die Regenbogenflagge wieder auch von außen sichtbar am Schulgebäude angebracht werden. Der nachfolgende Artikel wurde verfasst durch eine Schülerin anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie.

Homosexualität ist heutzutage nichts Neues. Seit Jahrhunderten gibt es immer mehr Menschen, die sich in der Öffentlichkeit als Mitglieder der LGBT*IQ-Community outen. Allerdings gibt es immer noch viele Länder, in denen homosexuelle und transidente Personen besonders stark diskriminiert werden, auch in Europa. Ein Beispiel ist Polen. In diesem Land werden Menschen, die sich der LGBT*IQ-Community zugehörig fühlen, nicht nur häufig von ihren Mitmenschen beleidigt oder gar verprügelt, sondern auch von der Kirche massiv ausgegrenzt. Polen ist ein sehr katholisches Land, die Kirche ist also ein wichtiger Ort der Begegnung und Teil der Gesellschaft. 2020 wurden sogar von einer homophoben Volksinitiative in den Kirchen Unterschriften für eine Anti-LGBT-Kampagne gesammelt, von welcher sich der polnische Erzbischof offiziell distanzierte1. Ein gutes Zeichen, dennoch ohne große Auswirkungen auf die katholische Bevölkerung.

Des Weiteren hat sich der polnische Präsident Andrzej Duda in seinem Wahlkampf offen gegen sexuelle Minderheiten geäußert. „Man versucht, uns einzureden, das seien Menschen, aber das ist ganz einfach eine Ideologie“2. Ich persönlich finde es sehr erstaunlich, dass der Präsident so etwas in der Öffentlichkeit sagt und danach trotzdem gewählt wird. Polen hat in der jüngeren Vergangenheit gesellschaftlich und politisch in der Bekämpfung von Diskriminierung einen starken Rückschlag um etwa 15 Jahre erlitten. Rund 100 Gemeinden haben sich zu "LGBT-Ideologie-freien"-Zonen erklärt. Rechtlich gesehen hat es keine Auswirkungen, es ist aber ein Zeichen der Intoleranz. Die Bewohner*innen solcher Gemeinden behaupten, dass sie dadurch die Sexualisierung kleiner Kinder sowie die Verbreitung von Pornografie verhindern werden. Diese Rückschlüsse sind keineswegs nachvollziehbar.

2020 Nana Regenbogenflagge kleinEigentlich würde heute am 17. Mai, wie es zur Tradition am Werner geworden ist, eine Gruppe von Schüler*innen auf dem Schuldach stehen und die Regenbogenflagge hissen. Nicht nur ein defekter Fahnenmast, sondern auch die aktuellen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen machen diesen Akt der Solidarität unmöglich. Die Coronakrise beschäftigt uns alle, sie ist allgegenwärtig zu jedem Zeitpunkt. Viele Fake-News verunsichern die Menschen und das Homeoffice treibt so manchen in den Wahnsinn. Trotzdem dürfen wir nicht den Blick für Dinge verlieren, die ebenso allgegenwärtig und Teil unseres Alltags sind. Diskriminierung von Minderheiten nimmt nicht ab, nur weil die Welt in Aufruhr wegen Covid-19 ist, der Fokus darauf verschwindet schlicht und ergreifend zwischen Streitigkeiten um die letzte Rolle Toilettenpapier und der Verzweiflung, geliebte Menschen nicht sehen zu können. Deshalb ist es wichtig, sich mehr denn je gegen Diskriminierung zu stellen.

Schülerfriedenspreis NiedersachsenDer Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat am 18.02.2020 den Schülerfriedenspreis 2019 verliehen. Schulen aus Niedersachsen erhielten Auszeichnungen und Preise für Projekte, die Frieden, Demokratie, Toleranz und den interkulturellen Dialog fördern. An der Verleihung in Hannover nahmen Schülerinnen und Schüler der AG „Vielfalt leben“ teil. Begleitet wurden sie durch Frau Lissy als AG-Leiterin sowie durch Frau Rau als Schulleiterin.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne freute sich über das große Engagement der Schulen:
„Die Jury hatte es erneut besonders schwer, weil so viele tolle und auszeichnungswürdige Projekte eingereicht wurden. Alle diese Beiträge zeigen, dass unsere Schulen Orte der Vielfalt und gelebter Demokratie sind. Ich danke allen Schulen, die mitgemacht haben! Und ich bitte darum, auch weiterhin mutig und couragiert zu handeln und sich aktiv für das friedliche Zusammenleben einzusetzen. Den Preisträgerschulen gratuliere ich sehr herzlich und bedanke mich bei den Lehrkräften, die dem Engagement der Schülerinnen und Schüler nicht nur Raum geben, sondern sie selbst mit viel Herzblut unterstützen.“

Den 1. Preis beim Schülerfriedenspreis gewann in diesem Jahr das Werner-von-Siemens-Gymnasium Bad Harzburg mit dem Projekt „Vielfalt leben“, einer AG, die sich der Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen widmet. Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit gruppenbezogenen Diskriminierungsformen, u. a. Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit sowie Geschlechterrollen und Schönheitsidealen beschäftigt, um in ihrer Schule und darüber hinaus auf Diskriminierung aufmerksam zu machen und für ein tolerantes Miteinander einzutreten.

2020 02 18 Friedenspreis Übergabe

2019 AbiturCarmen Albeshara und Muatasem Bellah Heffar kommen ursprünglich aus Syrien und sind von dort aus im Jahr 2015 aufgrund des Krieges geflüchtet. Ihr Weg hat sie nach Deutschland geführt, wo sie sich in Bad Harzburg bzw. Goslar niedergelassen haben und seit dem leben. Carmen kam im Juni 2016 und Muatasem im Oktober 2016 an unsere Schule. Beide verfügten damals nur über geringe Deutschkenntnisse, hatten aber von Anfang an das Ziel, am Werner-von-Siemens-Gymnasium ihr Abitur abzulegen. Carmen und Muatasem waren sich darüber bewusst, dass vor allem das Erlernen der deutschen Sprache der Schlüssel zu schulischem Erfolg sein würde, und investierten somit sehr viel Zeit und Mühe in den Erwerb des Deutschen. Neben der Sprachförderung nahmen beide über die letzten Jahre hinweg am außerschulischen Förderunterricht für unterschiedliche Unterrichtsfächer teil und haben gemeinsam mit Mitschülern(innen), aber auch sehr viel allein zuhause gelernt und für die Schule gearbeitet. Vor allem das Café Luise, welches die Flüchtlingshilfe Bad Harzburg nutzt, um Beratungs- und Unterstützungsangebote für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, war für Carmen und Muatasem ein wichtiger Anlaufpunkt. Dass sich für beide der Fleiß und die Anstrengungen gelohnt haben, zeigt ihr erfolgreiches Durchlaufen der Oberstufe bis hin zum Erwerb des Abiturs – eine Erfolgsgeschichte, die alles andere als selbstverständlich ist.

2019 Welt AIDS Tag1Unsere Arbeitsgemeinschaft „Vielfalt leben!“ verteilte am Freitag, dem 29.11.2019 rote Schleifen, welche ein Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken sind. Wir wollten auf den Welt-AIDS-Tag aufmerksam zu machen, welcher jährlich am 1. Dezember stattfindet.

Weltweit gab es Ende 2018 ca. 37.9 Mio. und allein in Deutschland rund 87.900 Menschen mit HIV. Die Infektionsrate lag 2018 in Deutschland bei ca. 2.400 Personen.

2019 Welt AIDS Tag2Es gibt zum Glück mittlerweile Medikamente, mit denen sich verhindern lässt, dass sich der HI-Virus weiter im Körper verbreitet und so das Auftreten von AIDS verhindert oder es ermöglicht bei frühzeitiger Behandlung eine normale Lebenserwartung zu erreichen. Doch komplett heilbar ist es nicht.

Es gibt in Deutschland die AIDS-Hilfe, die als Beratung zur Verfügung steht, außerdem gibt es in fast jeder Stadt persönliche Beratung und Selbsthilfegruppen.

Man kann sich durch Kondome beim Geschlechtsverkehr, beim Drogenkonsum durch sterile Nadeln und durch Vorsorge vor einem Risikokontakt schützen.

Alexia, Kim, Leonie (9a)